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Konstituierende Gemeinderatssitzung

Elke Kahr zur Bürgermeisterin gewählt | Fortsetzung der Sitzung: 28.08.2026, 15 Uhr

27.08.2026

Die konstituierende Gemeinderatssitzung wird morgen, 28.08.2026, um 15 Uhr fortgesetzt.

Am 28. Juni 2026 hat Graz einen neuen Gemeinderat gewählt. Sechs Parteien haben den Einzug ins Rathaus geschafft. Heute, am 27. August 2026 wurde der neue Gemeinderat der Stadt Graz angelobt und anschließend das Stadtoberhaupt gewählt.

Die Sitzung im Livestream

Livestream: Die Gemeinderatssitzung wird auf YouTube übertragen. Der Livestream steht 7 Tage lang zum Nachschauen zur Verfügung. Wir freuen uns über Ihr Interesse!

Datenschutz: Die Videoaufzeichnung darf ohne explizite Zustimmung der Stadt Graz aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht weiterverwendet werden. Bitte um Verständnis.

Tagesordnung: Die vollständige Tagesordnung der konstituierenden Sitzung finden Sie unter digra.graz.at.

12:30 Uhr: 2. Wahldurchgang zum Vizebürgermeister

Die Mandatar:innen geben erneut ihre Stimmen ab. Das Ergebnis ergibt 25 ungültige Stimmen und 23 gültige Stimmen für Kurt Hohensinner. Kurt Hohensinner wurde somit erneut nicht zum Vizebürgermeister gewählt. Es folgt ein 3. Wahldurchgang.

Zwischen dem 2. und 3. Wahldurchgang ist laut Statut der Stadt Graz eine Unterbrechung von 24 Stunden notwendig.

Die konstituierende Gemeinderatssitzung wird morgen, 28.08.2026, um 15 Uhr fortgesetzt.

12:20 Uhr: 1. Wahldurchgang zum Vizebürgermeister

Die Wahlzeugen werden erneut aufgerufen nach vorne zu kommen und die Stimmzettel werden ausgeteilt. Die Wahlurne wird durch die Reihen gereicht, die Mandatar:innen geben ihre Stimmen ab.

12:27 Uhr: Die Wahl ergibt 25 ungültige Stimmen und 23 gültige Stimmen. 23 Stimmen entfallen somit auf Kurt Hohensinner. Aufgrund dieses Ergebnisses stellt die Bürgermeisterin fest, dass Kurt Hohensinner die Stimmen für die Wahl des Vizebürgermeisters nicht erreicht hat.

Es kommt zum 2. Wahldurchgang. Die zweitstärkste Fraktion ÖVP gibt erneut einen Wahlvorschlag ab, Klubobfrau Anna Hopper schlägt erneut Kurt Hohensinner als Vizebürgermeister vor.

12.10 Uhr: Rede der NEOS zum Vizebürgermeister-Wahlvorschlag

Alexis Pascuttini trat für die NEOS ans Rednerpult: „Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne. Das sagt man zumindest. Ich spüre diesen Zauber aber heute nicht. Er scheint zur Gänze verflogen. Genau das, was sie immer wieder kritisiert haben, betreibt die Koalition jetzt selbst. Sie haben Stadtrat Kurt Hohensinner das Wirtschaftsressort weggenommen. Das war eine Nebelgranate, um von diesem dünnen Regierungspapier, das Sie, Frau Bürgermeisterin, vorgelegt haben, abzulenken. Ich glaube, dass Sie nicht eine weitere Periode ablenken können. Die Opposition muss gerade jetzt noch genauer hinschauen. Die Bürgermeisterin wird in den kommenden Jahren liefern müssen. Wir werden heute Kurt Hohensinner als Vizebürgermeister unterstützen. Das ist ein Zeichen unseres Protestes. Ich bin sehr enttäuscht, wie die letzten Tage verlaufen sind. Vielleicht war es ein schlechter Start und der Zauber kehrt wieder zurück."

12:03 Uhr: Rede der KPÖ zum Wahlvorschlag des Vizebürgermeisters

Sahar Mohsenzada (KPÖ) betonte, dass sich aus dem Wahlergebnis kein automatischer Anspruch einer Partei auf ein bestimmtes Amt ergebe. Auch der Proporz bedeute nicht, dass das Amt des Vizebürgermeister einer bestimmten Partei zustehe. Die KPÖ habe sich bewusst für eine weitere Zusammenarbeit mit den Grünen entschieden. Ausschlaggebend dafür seien die bisherige gemeinsame Arbeit, die getragene Verantwortung und die inhaltliche Übereinstimmung gewesen. Die Entscheidung über das Amt des Vizebürgermeister sei daher keine persönliche Entscheidung gegen eine bestimmte Person, sondern eine politische Entscheidung darüber, mit wem die KPÖ gemeinsam regieren und ihr Programm für Graz umsetzen wolle.

11:55 Uhr: Rede der Grünen zum Vizebürgermeister-Wahlvorschlag

Für die Grünen meldet sich Tristan Ammerer zu Wort: "Allen Menschen hier im Raum liegt unsere Stadt am Herzen. Über das „Wie" wir diese Stadt gestalten, werden wir in den kommenden Jahren viel reden. Hoffentlich stets mit Grundrespekt für das Gegenüber. Das Suchen von Mehrheiten zeichnet unsere Demokratie aus. Die KPÖ hat die Mehrheit mit den Grünen, mit Judith Schwentner, gesucht. Die Grazer:innen haben sich entschlossen, den Grazer Weg weiterzugehen und diesen Entschluss wird die Koalition weitertagen. Wir werden den Wahlvorschlag der ÖVP nicht unterstützen und - wahrscheinlich morgen - Judith Schwentner als Vizebürgermeisterin vorschlagen, damit wir gemeinsam den Grazer Weg weitergehen."

11:39 Uhr: Wahl des Vizebürgermeisters bzw. der Vizebürgermeisterin

Der zweitstärksten Partei ÖVP obliegt es, den Vorschlag für den Vizebürgermeister bzw. die Vizebürgermeisterin einzubringen. Gemeinderätin Claudia Unger schlägt Kurt Hohensinner von der ÖVP als Vizebürgermeister vor: „Angesichts des Wahlergebnisses ist unser Wahlvorschlag von Kurt Hohensinner kein überraschender Schritt. Kurt Hohensinner ist mit 25 Prozent der abgegebenen Stimmen ganz klar auf Platz 2. Es ist nur logisch, den Anführer der zweitstärksten Partei als Vizebürgermeister vorzuschlagen. Das Wahlergebnis soll sich in der Ressortverteilung und in der Aufgabenverteilung widerspiegeln. Zwischen der ÖVP und den Grünen liegen beispielsweise zehn Prozent. Kurt Hohensinner heute zum Vizebürgermeister der Stadt Graz zu wählen, wäre heute der richtige Schritt."

11:15 Uhr: Antrittsrede von Bürgermeisterin Elke Kahr

Elke Kahr (KPÖ)
Elke Kahr (KPÖ)© Stadt Graz/Fischer

Bürgermeisterin Elke Kahr (KPÖ) bedankte sich in ihrer Antrittsrede für das große Vertrauen der Wähler:innen und des Gemeinderats sowie bei den Mitarbeiter:innen des Hauses Graz. Es sei für sie ein Privileg, das Amt weitere fünf Jahre ausüben zu dürfen. Sie betonte, ihrem bisherigen politischen Zugang und ihrem persönlichen Wesen treu bleiben zu wollen.

Kahr zog eine positive Bilanz der vergangenen fünf Jahre und hob die Zusammenarbeit von KPÖ, Grünen und SPÖ sowie mit den weiteren Mitgliedern des Stadtsenats hervor. Die Periode sei von sozialen und umweltpolitischen Schwerpunkten, gegenseitiger Wertschätzung und einer Politik ohne Skandale geprägt gewesen. Für die kommende Periode hätten sich KPÖ und Grüne auf eine Fortsetzung ihrer Zusammenarbeit verständigt.

Als zentrale politische Ziele nannte Kahr leistbares Wohnen, den Erhalt öffentlicher Infrastruktur, soziale Sicherheit und eine gemeinwohlorientierte sowie umwelt- und sozialgerechte Politik. Graz sollte eine Stadt des Friedens, des Zusammenhalts und der Menschenrechte bleiben. Angesichts der angespannten finanziellen Situation kündigte sie Einsparungen im laufenden Betrieb und bedachte Investitionen an. Der Verkauf öffentlichen Eigentums komme für sie jedoch nicht infrage.

Trotz der politischen Mehrheit wolle Kahr auf konstruktiven Dialog und Zusammenarbeit mit allen Parteien, Interessensvertretungen, Religionsgemeinschaften und weiteren gesellschaftlichen Gruppen setzen. Das Rathaus sollte wie gehabt für die Anliegen aller Menschen offenstehen.

Das Koalitionsprogramm von KPÖ und Grünen stehe unter dem Motto „Ein Graz, das zusammenhält". Kahr bekannte sich zu sozialer Gerechtigkeit und Umverteilung und verwies auf Herausforderungen wie Klimawandel, soziale Spaltung und hohe Lebenserhaltungskosten. Abschließend warb sie für einen wertschätzenden politischen Umgang ohne Gehässigkeit und versprach, ihr Amt weiterhin mit Empathie, Optimismus und Freundschaft auszuüben.

Um 11.13 Uhr wurde Elke Kahr von Landeshauptmann Mario Kunasek offiziell als Bürgermeisterin der Stadt Graz angelobt.
Um 11.13 Uhr wurde Elke Kahr von Landeshauptmann Mario Kunasek offiziell als Bürgermeisterin der Stadt Graz angelobt.© Stadt Graz/Fischer

11:11 Uhr: Bekanntgabe des Wahlausgangs

Mit 40 gültigen von 48 Stimmen wird Elke Kahr erneut zur Bürgermeisterin gewählt. Elke Kahr nimmt die Wahl an und bedankt sich für das Vertrauen und die hohe Zustimmung. Magistratsdirektor Martin Haidvogl verliest die Gelöbnisformel. Landeshauptmann Mario Kunasek lobt Elke Kahr als Bürgermeisterin an. 

11:13 Uhr: Elke Kahr ist offiziell Bürgermeisterin und übernimmt den Vorsitz der Sitzung.

11:01 Uhr: Die Wahlzettel werden verteilt

Die Wahlzettel werden an die Gemeinderät:innen verteilt. Der Vorsitzende erklärt Daniela Schlüsselberger und Gerhard Hackenberger zu den Wahlzeugen. Anschließend wird die Wahlurne durch die Reihen gereicht und die Mandatar:innen geben ihre Stimmen ab.

10:49 Uhr: Rede der Neos zum Wahlvorschlag

Die Fraktionsvorsitzende der Neos, Verena Garber, spricht sich für einen starken Wirtschaftsstandort, eine saubere Finanzpolitik und ein funktionierendes Bildungs- und Betreuungssystem für Graz aus. Die Zustimmung für Bürgermeisterin Elke Kahr bleibt aus.

„Wir Neos stehen für eine Politik die aktiv mitgestaltet. In der Zusammenarbeit ist mir besonders wichtig, dass wir unseren Mitbürger:innen ein konstruktives Miteinander schuldig sind. Wir stehen für Politik auf Augenhöhe. Eine lebenswerte Stadt braucht einen starken Wirtschaftsstandort. Zu diesem „Wir" in Graz gehören auch die Unternehmer:innen dieser Stadt, für diese möchte ich in den nächsten Jahren eine starke Stimme sein.

Die Situation um die Finanzen in Graz ist uns bekannt. Wir haben über 2 Milliarden Euro Schulden in der Stadt. Hier baucht es den Willen zu einer echten Reform und Transparenz. Es braucht flächendeckende Betreuungsmöglichkeiten und eine Bildungspolitik, die niemanden zurücklässt. Wir werden die Zustimmung an Elke Kahr nicht erteilen. Wir erkennen das positive Wahlergebnis an. Die Ablehnung richtet sich gegen die Unterstützung einer Kommunistischen Partei."

10:58 Uhr: Rede der SPÖ zum Wahlvorschlag

Daniela Schlüsselberger (SPÖ)
Daniela Schlüsselberger (SPÖ)© Stadt Graz/Fischer

Für die SPÖ meldete sich Daniela Schlüsselberger zu Wort: „Ich habe versucht anhand des Arbeitspapiers in den kommenden fünf Jahren eine Meinung zu bilden. Das ist mir nicht gelungen. Es ist auf einer Metaebene und ich kann hinter keinem dieser Worte einen klaren Plan erkennen. Zahlen lügen nicht und sind schwer schönzureden. Darum warten wir, bis das Budget vorgelegt wird. Da wird man sehen, ob Mut und Verständnis da ist, eine Stadt auch für künftige Generationen lebenswert zu halten. Es werden keine leichten fünf Jahre, es wird ein spannendes Budget und wir werden sehen, welche Inhalte sich in den Zeilen des Regierungsprogramms wirklich finden werden."

Die SPÖ werde die stimmenstärkste Partei mittragen und Elke Kahr zur Bürgermeisterin wählen.

10:47 Uhr: Rede der FPÖ zum Wahlvorschlag

Wolfgang Lueger (FPÖ) bezeichnete die Wahl als bedeutende Weichenstellung für Graz, kritisierte jedoch deutlich die politische Richtung der KPÖ. Die Wähler:innen seien aus seiner Sicht mit einer vermeintlich sozial gerechten Politik getäuscht worden. Statt klug zu investieren, werde Steuergeld umverteilt und für parteipolitische Vorhaben ausgegeben.

Lueger kritisierte insbesondere die Finanzpolitik der KPÖ, etwa beim Eigenbetrieb Wohnen Graz und im Förderwesen. Zahlreiche freiwillige Zusatzleistungen würden das Budget belasten. Statt Geld auszugeben, das nicht vorhanden sei, müsse die Stadt konsolidieren und gezielt investieren. Hinter der Politik der KPÖ vermutete er politisches Kalkül und bezeichnete diese als kurzsichtig und letztlich unsozial. Graz brauche aus seiner Sicht einen starken Bildungs- und Wirtschaftsstandort, damit die Grazer:innen ihren Lebensunterhalt selbst bestreiten könnten. Die Stadt müsse sich wieder stärker auf ihre kommunalen Pflichtaufgaben konzentrieren.

Abschließend verwies Lueger auf den wiedererlangten Klubstatus der FPÖ und kündigte eine konsequente Oppositionspolitik an. Ziel sei es, Schaden von der Stadt abzuwenden. Aus diesem Grund werde die FPÖ die KPÖ bei der Übernahme politischer Verantwortung nicht unterstützen.

10:41 Uhr: Rede der Grünen zum Wahlvorschlag

Judith Schwentner (Grüne)
Judith Schwentner (Grüne)© Stadt Graz/Fischer

Judith Schwentner (Grüne) freut sich, dass Elke Kahr sich heute als Bürgermeisterin für Graz zur Verfügung stellt. Die Grünen haben schon vor der Wahl gesagt, dass sie Elke Kahr als Bürgermeisterin auch nach der Wahl weiter unterstützen werden, so Schwentner. Dies ist eine Art der Kooperation, die sich in den letzten fünf Jahren bewährt hat. Diese Kooperation führt zu den besten Lösungen für die Grazerinnen und Grazer. Leider sei das in der Politik heute selten geworden, meint Schwentner. Sie wollen in Graz zeigen, dass es auch anders geht. Dafür stehen sie auch weiterhin als Koalition. Dafür wollen sie in den kommenden fünf Jahre stehen.

Schwentner ist überzeugt, dass sie ein Rathaus für die Menschen sein werden. Sie werden dort anpacken, wo es notwendig ist. In Zeiten wie diesen braucht es eine konstruktive und lösungsorientierte Politik, dafür müsse über Parteigrenzen hinaus zusammengearbeitet werden.

Alle sind gefordert, das Gemeinsame vor das Trennende zu stellen, denn: Graz sind wir alle. Für alle Menschen in Graz sollte täglich das Beste getan werden. Man darf nicht aus den Augen verlieren, wofür alle Fraktionen gewählt wurden: Konstruktiv Lösungen für das Gemeinwohl zu finden. Schwentners Tür sei dafür immer offen.

10:27 Uhr: Rede der ÖVP zum Wahlvorschlag

Kurt Hohensinner (ÖVP) erkennt Elke Kahr als Bürgermeisterin an, kritisiert jedoch die Entscheidung, mit den Grünen zu koalieren und nicht mit der zweitstärksten Partei ÖVP. Ebenso kritisiert er die Ressortverteilung, die von oben herab und nicht gemeinsam passiert sei.

„Elke Kahr ist klar als Siegerin hervorgegangen, diesen Erfolg erkennen wir als ÖVP an. Daher war für uns klar, wir werden dich zur Bürgermeisterin wählen, weil wir demokratisch deinen Erfolg respektieren. Der Vertrauensvorschuss gilt aber nicht dem Kommunismus, er gilt der Wahlsiegerin, der Person Elke Kahr. Das Vertrauen ist kein Parteivermögen der KPÖ, es kann nicht vererbt, nicht weitergegeben werden. Sie ist keine Zustimmung für eine Halbzeitlösung Kahr-Krotzer. Das Koalitionsprogramm von KPÖ und Grünen, das letzte Woche präsentiert wurde, ist sehr seicht und nicht konkret. Bei der Ressortverteilung wurde einfach verteilt und ich habe den Blick von unten vermisst. Wenn wir eingeladen worden wären, darüber zu sprechen, wäre das ein gemeinsamer Start in diese Regierungsperiode gewesen.

Es kann dieser Wählerauftrag nur lauten: „Ja" zu einer Elke Kahr und „Ja" zu einer starken Volkspartei. Vieles ist in der letzten Periode schiefgelaufen, von Verkehrspolitik bis Bildungsbudget. Das Wahlergebnis hätte die Chance geboten, eine Kurskorrektur vorzunehmen - das haben wir dir angeboten."

10:17 Uhr: Rede der KPÖ zum Wahlvorschlag

Robert Krotzer (KPÖ)
Robert Krotzer (KPÖ)© Stadt Graz/Fischer

Robert Krotzer (KPÖ) würdigte Elke Kahr als erste Frau an der Spitze der Stadt Graz und hob die historische Bedeutung ihrer Wahl zur 136. Bürgermeisterin hervor. Sie zeichnete sich durch große Nähe zu den Menschen aus und wurde von vielen Grazer als hilfsbereit, ansprechbar und respektvoll wahrgenommen. Krotzer verwies auf Kahrs Lebensweg. Nach jahrzehntelangem politischem Engagement und verschiedenen Funktionen in der KPÖ und der Grazer Stadtpolitik wurde sie 2021 zur Bürgermeisterin gewählt. Damit gelangte erstmals eine Arbeiterkind aus der Triestersiedlung an die Spitze der Stadt Graz.

Trotz schwieriger wirtschaftlicher und finanzieller Rahmenbedingungen arbeitete Kahr gemeinsam mit ihrem Team an einer sozialen Stadtentwicklung. Ihr Augenmerk galt besonders Menschen, die Unterstützung benötigten und oft nicht im Mittelpunkt standen. Krotzer sieht Graz unter ihrer Führung als solidarisches Gegenmodell zu gesellschaftlichen und weltpolitischen Entwicklungen. Den World Mayor Award 2023 wertete er als internationale Anerkennung, wichtiger war Kahr jedoch die Wertschätzung der Grazer:innen. Auch das gute Wahlergebnis verstand Krotzer als Bestätigung ihrer Arbeit. Für die Zukunft betonte er die Bedeutung einer konstruktiven Zusammenarbeit mit den Grünen und allen anderen Parteien im Gemeinderat. Das Wohl aller Grazer:innen sollte dabei im Mittelpunkt stehen.

10:14 Uhr: Wahl des Bürgermeisters bzw. der Bürgermeisterin

Das Vorschlagsrecht für die Wahl des Bürgermeisters bzw. der Bürgermeisterin steht der stimmenstärksten Partei, der KPÖ, zu. Klubobfrau Sahar Mohsenzada schlägt Elke Kahr als Bürgermeisterin vor. Anschließend geben alle Parteien eine Wortmeldung zum Wahlvorschlag ab.

10:04 Uhr: Die Sitzung beginnt

Neben den 48 Gemeinderät:innen haben sich auch zahlreiche Ehrengäste und Medienvertreter:innen im Gemeinderatssitzungssaal eingefunden. Um 10:04 Uhr eröffnet Gemeinderat Georg Topf offiziell die Sitzung. Als ältestem Mitglied des Gemeinderates obliegt es ihm, den Vorsitz der konstituierenden Sitzung zu führen. Er begrüßt die Ehrengäste, allen voran Landeshauptmann Mario Kunasek, sowie Mitglieder des Landtags und Spitzenbeamt:innen aus dem Haus Graz und bedankt sich bei den Mitarbeiter:innen des Magistrats für die Vorbereitung der Sitzung.

Nach den Begrüßungsworten beginnt die Angelobung. Der Vorsitzende ersucht den Magistratsdirektor Martin Haidvogl die Gelöbnisformel zu verlesen. Zu Beginn legt Gemeinderat Georg Topf sein Gelöbnis ab. Danach werden die Mandatar:innen von ihm nach der Reihe aufgerufen, erheben sich von ihren Sitzen und sprechen ihr "Ich gelobe".

Um 10:13 Uhr waren alle angelobt und der Gemeinderat damit offiziell konstituiert.

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