
"In diesen Hafen segelt man nicht, da wird man vom Schicksal angespült." Diese treffenden Worte fand Stephanie Rovere heute im Rahmen der Eröffnungsfeier des "Himmelshafen Care". Und sie muss es wissen, ist sie doch die Leiterin der neuen Einrichtung für Pflege obdachloser Menschen, einer Kooperation der Elisabethinen mit dem VinziDorf Graz.
Auf dessen Areal befindet sich auch der "Lückenschluss" zwischen der Wohnversorgung und dem seit 2017 bestehenden Himmelshafen Hospiz, in der Obdachlose eine würdevolle Begleitung in der letzte Phase in ihres Lebens erfahren. Eine Versorgung für obdachlose Menschen mit hohem Pflegebedarf hat bisher noch gefehlt. Nun ist sie mit sechs Betten in einem bestehenden Gebäude im VinziDorf realisiert worden, drei Betten stehen für Langzeitpflege bereit.
Ganze viele helfende Hände haben diese Einrichtung möglich gemacht, ganz viele sind es auch, die mithelfen, sie zu führen, abgesehen vom interdisziplinären Team rund um die Leiterin, die sich bei allen für Einsatz und Mühe bedankte.
An diesen Dank knüpfte auch Bürgermeisterin Elke Kahr seitens der Stadt Graz an: "Seit 30 Jahren darf ich die Tätigkeit der Vinzengemeinschaft unterstützen und begleiten. Gemeinsam mit den Elisabethinen ist hier ein fehlender Baustein eingefügt worden, der aus Hilfsbereitschaft und Menschlichkeit hergestellt wurde. Wie es ist, wenn es Menschen aus der Bahn wirft, das erlebe in meiner täglichen Arbeit oft. Wir als Stadt unterstützen deshalb mit den uns zur Verfügung stehenden Kräften."
Ebenfalls vor Ort war der steirische Musiker und Kabarettist Paul Pizzera, der sich für den Himmelshafen engagiert. Seine Mama Birgit ist als Ehrenamtliche im Einsatz - inspiriert dazu wurde sie durch ihren Sohn.
Alle Informationen zur neuen und österreichweit bisher einzigartigen Einrichtung Himmelshafen Care finden Sie unter: www.himmelshafen.at