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Aktuelles aus dem Stadtsenat

Ausgewählte Beschlüsse aus der Sitzung vom 4. April 2025

04.04.2025

Projektförderung Ecosocial Mind OG - "Mutausbruch"

Von Gewalt betroffene Frauen müssen oft Hürden überwinden, um Unterstützung zu bekommen. Erfahrungen in diesem Arbeitsbereich zeigten, dass eine niederschwellige Unterstützung im Sinne eines Austauschs im geschützten Rahmen fehlt. Das bedeutet, dass Frauen, die z.B. gerade eine Opferschutzeinrichtung verlassen haben (wie Frauenhaus), oder noch betreut werden (Beratungsstellen) der Austausch mit Gleichgesinnten und ein zur Unterstützung durch Organisationen parallellaufende Betreuung fehlt.

Hier möchte das Projekt „Mutausbruch" ansetzen. Wir bieten Frauen zweimal im Monat einen geschützten Raum, um sich auszutauschen, Informationen zu sammeln und gemeinsame Aktivitäten zu erleben. Das Treffen bietet den einen Rahmen für den Start in ein gewaltfreies Leben. Gleichzeitig können sie die Treffen inhaltlich mitgestalten und durch Mentoring längerfristig eingebunden werden. Das Projekt sensibilisiert die Öffentlichkeit für das Thema Gewalt gegen Frauen und begleitet Gruppenmitglieder.

Eine Förderung in der Höhe von 4.000 Euro wurde in der heutigen von Bürgermeisterin Elke Kahr geleiteten Stadtsenatssitzung einstimmig beschlossen

Familienzentrum WOHIN und Soziallots:innen-Dienst

Das Familienzentrum WOHIN ist eine Beratungs- und Betreuungseinrichtung für Familien, Kinder und Jugendliche im Sozialraum IV, wobei die Angebote am häufigsten von den Familien der Übergangswohnungen in der Starhemberggasse und Laudongasse genutzt werden. Familien der Übergangswohnungen werden in enger Zusammenarbeit mit den Sozialarbeiter:innen des Sozialamtes während ihres Aufenthaltes und zeitlich begrenzt nach dem Auszug je nach Anliegen, Bedürfnissen und Ressourcen betreut und unterstützt. Viele jener Personen, die das Familienzentrum WOHIN aufsuchen, befinden sich in komplexen und existentiellen Problemsituationen. Dementsprechend breit gestaltet sich auch das Beratungsangebot, wobei bei spezifischen Themen Klient:innen dabei unterstützt werden, spezifische Beratungsangebote in Anspruch zu nehmen und bei Bedarf auch zum Erstkontakt begleitet werden (z.B. Drogenberatung, Schuldnerberatung, Frauengesundheitszentrum, psychosoziale Beratungsstelle uvm.). Ziel aller Angebote der Einrichtung WOHIN ist es, das Selbsthilfepotential und die Eigeninitiative der Bewohner:innen zu fördern. Die Beratung und Betreuung ist für alle Klient:innen kostenlos.

Der Soziallots:innen-Dienst ist ein niederschwelliger, spontaner Hilfs-, Unterstützungs- und Begleitdienst, der Kund:innen nach ihren konkreten Bedarfen unterstützt. Der Zugang erfolgt niederschwellig und unbürokratisch. Im Rahmen der Lotsenfunktion werden die Kund:innen im Bedarfsfall zu den passgenauen Fachstellen vermittelt und bei Bedarf auch dorthin begleitet. Das Angebot beinhaltet Unterstützungsleistungen im Alltag für ältere und/oder pflegebedürftige Personen oder Personen, die von Vereinsamung betroffen sind. Die Unterstützungsleistungen erfolgen in Form von Besuchsdienten zur Prävention von Folgen durch Vereinsamung, Begleitung zu Behörden, Banken, Geschäften, Gesundheits- und anderen öffentlichen Einrichtungen, sowie die Begleitung nach stationären Aufenthalten, um bis zur Genesung die Versorgung mit Lebensmitteln, Medikamenten etc. zu gewährleisten. Um vorwiegend die hierfür anfallenden Personalkosten decken zu können, sollen diese Mittel zur Verfügung gestellt werden.

Eine Basisförderung in der Höhe von 109.500 Euro wurde einstimmig beschlossen

Förderung für Tanz und Theater

Acht Kulturförderungen in der Höhe von insgesamt 71.500 Euro wurden einstimmig bewilligt. Zwei davon stammen aus der Sparte Tanz (20.000 Euro) und sechs aus dem Theater-Bereich (51.500 Euro). Darunter:

Das Theaterstück "Rand" untersucht die Konzepte von Zugehörigkeit, Ausgrenzung und Grenzerfahrungen durch die Verschmelzung von Theater und zeitgenössischer Musik. Inspiriert vom Text "Rand" von Miroslava Svolikova und begleitet von Werken und Improvisationen führender Komponist:innen wie Georges Aperghis, Vinko Globokar, Sami Klemola und Liza Lim sowie eigenen Kompositionen, entsteht eine performative Reise entlang der Grenze zwischen Musik und Schauspiel. Ziel ist es, die existenzielle und gesellschaftliche Bedeutung des "Rands" künstlerisch zu erforschen und dem Publikum ein intensives Erlebnis zwischen Klang, Wort und Bewegung zu bieten.

 

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